Orientalischer Tanz

Ausgehend von der orientalischen Tanzkultur basieren die typischen Bewegungen des Bauchtanzes auf Körperisolation von Hüfte, Oberkörper, Schultern, Kopf, Arme und werden durch Schritte, Bewegungsfolgen, Drehungen in den Raum erweitert. Die besonderen Bewegungen fördern das Körperbewusstsein, die Körperbeherrschung, eine gesunde Körperhaltung, Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und Ausdrucksdruckskraft des Körpers.

Angeregt durch die vielseitige orientalische Musik tanzen wir sowohl sanft, meditativ und fließend als auch lebhaft, rhythmisch und temperamentvoll. Der orientalische Tanz lädt dazu ein weibliche Ausdruckskraft zu entdecken und zu stärken:
Freude, Stolz, Kraft, Liebe, Sinnlichkeit, Trauer, Schmerz, Sanftheit...

Geschichte des orientalischen Tanz

Orientalischer Tanz wird oft als Bauchtanz bezeichnet, diese Wortwahl wird aber erst seit einigen Jahren von den Amerikanern und Europäern benutzt.
Korrekt heißt der Bauchtanz "Orientalischer Tanz" oder "Raqs Sharqi".

Der Orientalische Tanz wird in seinem Ursprung meist als der älteste Tanz der Menschheit bezeichnet.

Kultische Initiations- und Fruchtbarkeits- riten in Zentralafrika gelten als Ursprung des Tanzes (hier auch die Verbindung zum Geburtstanz).
Über den Stamm der Pygmäen fand der Tanz seinen Weg in den Orient. Ägypterinnen lernten den Tanz bei ihren Sklaven. Man geht davon aus, daß in Ägypten schon zur Zeit Amenophis IV bis Echnaton der Bauchtanz als Schautanz zur Unterhaltung gezeigt wurde.
Von hier aus wanderte der Tanz weiter: Asien, Nordafrika, Spanien, Südamerika. Es sind Einflüsse aus dem indischen, persischen Tanz und aus Zigeunertänzen verschiedener Regionen zu finden.
Seit den 30er Jahren eroberte der orientalische Tanz Clubs und Cabarets in Ägypten und entwickelte sich durch Einfügen von Show-Elementen und Bewegungen aus Ballett zum Show-Tanz, was auch eine Veränderung der typischen Kostüme mit sich brachte.
In den siebziger Jahren erreichte der orientalische Tanz über die USA Europa. Seit Anfang der achtziger Jahre gilt bei uns der Tanz als Ausdruck eines neuen Körpergefühls und wird häufig als ganzheitliches Bewegungstraining empfohlen.

In den letzten Jahren wurde im Orientalischen Tanz mit Elementen vieler Tanzstile experimentiert: Flamenco, Afro, Samba, Salsa und zeitgenössischem, modernen Tanz. So erschliesst sich der Tänzerin ein weites Feld für Kreativität und Ausdruck.

weitere Informationen auf http://www.bauchtanz-info.de

Positive gesundheitliche Aspekte des orientalischen Tanz

  • Haltungstraining
  • Konditionstraining
  • durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr verfügt man über mehr Kraft, fühlt sich lebendiger, der gesamte Körper ist in besserer Verfassung und für Krankheiten weniger anfällig
  • durch die speziellen Isolationsbewegungen wird der gesamte Körper besser durchblutet und eine Straffung des Gewebes erfolgt. Insbesondere werden durch viele binnenkörperliche Bewegungen die Muskulatur des Rumpfes und Beckens trainiert wie in wenigen anderen Tanzarten.
  • das bewußte Erlernen von Anspannen und Loslassen einzelner Körperteile (wichtig für die Isolationen) führt zu Abbau von Verspannungen und zu sehr differenzierter Körperbeherrschung
  • viele Frauen erleben sehr positive Auswirkungen auf Regelmäßigkeit des Zyklus und Wohlbefindens während der Menstruation
  • ausgleichende Wirkung auf Verdauungssystem
  • beim orientalischen Tanz gibt es keine Altersgrenze, es finden sich oft Frauen verschiedensten Alters in den Kursen, die sich gegenseitig bereichern
  • der orientalische Tanz als "Gemeinschaftstanz" hat eine nicht zu unterschätzende soziale Komponente
  • beim Tanzen werden verschiedene Bewegungsabläufe und Choreografien gemerkt. Konzentration und Merkfähigkeit werden geübt und geschult, ebenso Koordination von Körper, Armen und Beinen und Synchronisation von rechts und links
  • von vielen Hebammen und Ärzten wird der Bauchtanz wegen seiner gesundheitsfördernden und entspannenden Wirkung bei Schwangerschaft, Geburt und zur Rückbildung empfohlen